Neues

Hervorgehoben

 
„Eigentlich“ – Live im Ausstellungsraum Eulengasse Frankfurt, 2019

Radio
Meddis Nähkästchen, Radio X Frankfurt, 8.1.2019
HR2 Kulturcafe Podcast 26.11.2018
HR4 Podcast „Nord-Ost-Hessen“ 12.11.18 

Publikationen:
„vorübergehend fremd“ – Gedichte und Audiospaziergänge aus Hünfeld, Hrsg. Hessischer Literaturrat, Dezember 2018
„zucken sie doch nicht so„, verstreute Gedichte, Gonzo Verlag, Mainz Oktober 2018

 

 

Rückblick – Gespräch/Performance mit Zurab Rtveliashvili, Buchmesse, Ffm 2018

eine der großen Überraschungen für mich, war der georgische Buchmessenauftritt 2018 und die Entdeckung der georgischen Avantgarde- und Dadaszene. Zurab Rtveliashvili ist einer der wenigen Künstler/Performer und politischen Aktivisten, die die Tradition der Avantgarde in die Gegenwart tragen. Aufgrund seiner provokativen Performances wurde ihm in Schweden Asyl gewährt.

Fünf Herren und das siebte Kreuz – Die Schmiere, 3.4.2019

3. April 2019
20:00
FÜNF HERREN UND DAS SIEBTE KREUZ
Eine multimediale Inszenierung
nach Anna Seghers Roman „Das siebte Kreuz“
Theater Die Schmiere
Seckbächer Gasse 4, 60311 Frankfurt
www.die-schmiere.de

mit:
Christian Setzepfandt – Stadtführer
Stephan Skora – Zauberkünstler
Dirk Huelstrunk – Rezitation & Live Loops
Herr Wild – Schlagzeug & Elektronik
Harri Gottschalk – Gitarre

Textbearbeitung: Dirk Huelstrunk
Komposition: Herr Wild & Harri Gottschalk

„Das siebte Kreuz“ als literarisches Varieté: Die „Fünf Herren“ machen den „schwarzen Heimatroman“ von Anna Seghers zur Blaupause für eine ungewöhnliche künstlerische Bearbeitung.
Ein Crossover zwischen Text und Bild, Licht und Dunkelheit, Geräusch und Musik, Stimme und Elektronik, Erzählung und Information, zwischen Verzweiflung und Verzauberung. Ernsthaft nachdenklich und bisweilen überraschend komisch.

Anna Seghers beschreibt in ihrem Roman die Flucht von sieben Häftlingen aus einem KZ, die Stationen der Flucht zwischen Worms, Mainz und Frankfurt sowie die Geschichten zahlreicher Menschen, die von dieser Flucht in verschiedener Hinsicht betroffen sind.

Die „Fünf Herren“ konzentrieren sich mit ihren unterschiedlichen künstlerischen Mitteln ganz auf die Geschichte und das Erleben der Roman-Hauptfigur Georg Heisler und die Orte seiner Flucht.

Die Rezitation aus dem „Siebten Kreuz“ übernimmt Dirk Huelstrunk. Der Soundpoet kreiert zu jeder Szene eine Klanglandschaft aus Stimmgeräuschen, rhythmisiert, komprimiert und verfremdet den Originaltext. Alle Sätze sind dem „Siebten Kreuz“ entnommen.

Zauberkünstler Stephan Skora schlüpft in die Rolle des Artisten Belloni. Belloni flüchtete zeitgleich mit Georg Heisler aus dem Lager Westhofen. Belloni steht er für das „magische“ Element, ohne das keine Flucht gelingen kann.

Für die lokalhistorische Verortung der Handlung sorgt Christian Setzepfandt, der vermutlich bekannteste und beliebteste Stadtführer Frankfurts.

Zu einem fließenden Ganzen wird die Inszenierung durch die Musik von Sascha Wild und Harri Gottschalk: Sie mischen Liveklänge von Gitarre und Schlagzeug mit Elektronischem und laden die Handlung so noch einmal zusätzlich atmosphärisch auf.

Die Inszenierung wurde für das Projekt „Frankfurt liest ein Buch“ entworfen und im Theater „Die Schmiere“ im April 2018 uraufgeführt.

Die „Fünf Herren“ stehen für multimediale Stadtführungen, literarische Konzerte und Varieté: Die „Stammherren“ sind der Stadtführer Christian Setzepfandt, der Sampling-Artist Sascha Wild und der Zauberkünstler Stephan Skora. Dazu kommen, je nach Programm, zwei Gäste – diesmal der Autor und Soundpoet Dirk Huelstrunk und der Gitarrist Harri Gottschalk.

Zucken Sie doch nicht so – Live Loop Poetry Performance

24. März 2019
17:00bis18:00

„Zucken Sie doch nicht so“ – Live Soundpoetry Loops & Minimal Spoken Word
So., 24. März, 17 Uhr
im Rahmen der Ausstellung „Raumzitatezeit“  von 
Elizabeth Coleman-Link + Cornelia F Ch Heier im Kunstverein Eulengasse, Seckbacher Landstraße 18,  Frankfurt, www.eulengasse.de

Die Performance zum Buch. Das Buch zur Performance. Text im Raum. Raum als Text.  Neues Soundpoetry Spoken Word Programm. In den Ritzen, Spalten und Zwischenräumen zwischen Sagbarem und Unsagbarem, Sprache und Geräusch, Beschwörung und Musik, Zufall und Einfall, E- und U erzeugt Dirk Hülstrunk mit Stimme und Loop-Pedal repetitiv-rhythmische Strukturen und eine vielschichtige Wortklang-Architektur.

„Zucken Sie doch nicht so“ ist 2018 in der Reihe „Verstreute Gedichte“ im Gonzo Verlag erschienen.

 

Gedicht gegen die Wirklichkeit

in: Zucken Sie doch nicht so, Verstreute Gedichte, Gonzo Verlag, Mainz 2018

dieses gedicht ist gegen die
wirkungslosigkeit
aber dieses gedicht ist auch
gegen die wirkung
denn alle wirkung hat
nebenwirkungen
die nebenwirkungen sind noch nicht
wirkungsvoll untersucht
aber alle untersuchungen sind
von der pharmaindustrie
manipuliert
das gedicht ist gegen die
pharmaindustrie
das gedicht ist aber auch gegen die
kopfschmerzen
die kopfschmerzen sind in wirklichkeit
ein zeichen der verzweiflung
über die wirkungslosigkeit
des gedichtes
deswegen ist das gedicht
gegen die wirklichkeit

 

Übersetzung ins Tschechische: Jaromir Typlt
in: literarni.cz, Prag. Online Magazin 2016

BÁSEŇ PROTI SKUTEČNOSTI

Tato báseň je proti
neúčinnosti
ale je to také báseň proti
všem účinkům
protože všechny účinky mají
vedlejší účinky
Vedlejší účinky nejsou dosud
s plnou účinností prozkoumány
Ale všechny průzkumy
si stejně podplatily
farmaceutické firmy
Tato báseň je proti
farmaceutickým firmám
ale je to také báseň proti
bolestem hlavy
Bolesti hlavy jsou ve skutečnosti
projevem zoufalství
nad neúčinností
básní
Proto je tato báseň
proti skutečnosti

 

(Übersetzung ins Spanische: Gonzalo Vélez)

poema contra de la realidad

este poema está en contra de
lo inefectivo
pero este poema también está
en contra del efecto
ya que todo efecto tiene
efectos secundarios
los efectos secundarios aún no han sido
investigados efectivamente
pues las investigaciones son
manipuladas por las farmacéuticas
este poema está en contra de
las farmacéuticas
este poema no obstante también está en contra de
las jaquecas
las jaquecas son en efecto
síntoma de desesperación
por la inefectividad
del poema
por eso el poema está
en contra de la realidad

 

 

Fokus Lyrik Festival

9. März 2019
10:00

Im Rahmen des Fokus Lyrik Festivalkongresses in Frankfurt werde ich am Sa 9.3.2019, 10 Uhr in der Evangelischen Stadtakademie über den „performativen Turn“ der Gegenwartspoesie diskutieren.

aus dem Programmtext:

Der performative Turn der Gegenwartslyrik
Die Verwendung performativer Formen ist ein wesentliches Kennzeichen heutiger Lyrik. Zum einen arbeiten viele Gedichte mit performativen Verfahren. Zum anderen erweitern die Dichter*innen mit Performances die Möglichkeiten des Auftritts. Wird die Lyrik wieder mehr zur Vortragskunst? Oder sind das Schreiben und Performen von Gedichten zwei Künste, die man unterscheiden muss?

Mit Anna BersNora GomringerMartina HefterDirk Hülstrunk und Anja Utler (Moderation)

Gesamtprogramm:  www.fokuslyrik.de

Vorübergehend fremd – Gedichte & Audiospaziergänge

Und ganz zum Schluß meines zweimonatigen Stipendiums im Künstlerturm Hünfeld ist es tatsächlich noch gelungen, einen kleinen, aber feinen Gedichtband und CD mit Audiospaziergängen in Hünfeld herzustellen. Herausgegeben vom Hessischen Literaturrat und mit freundlicher Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Gestaltet von Felix Krapp. Das Bändchen liefert keine Ortsbeschreibungen sondern minimalistische, konkrete Gedichte und Textcollagen zu den Themen Heimat und Identität sowie die Übersetzung einiger Texte von mir in Rhöner Mundart.

Auf der Audio-CD sind Gespräche über Mundart, Blasmusik und Zuse-Computer gemischt mit Umgebungsgeräuschen, spontanen Gesangseinlagen und musikalischen Fundstücken zwischen Blasmusik, eritreischer Musik, Schulorchestern, Orgelimprovisationen und den weihnachtlichen Alphornbläsern.

 

Nicht im Buchhandel, aber direkt bei mir zu bestellen. Auf Wunsch auch signiert.

Abschlußlesung Hünfeld

13. Dezember 2018
19:30

wow, wie die Zeit vergeht. Am 15.10. bin ich in den Künstlerturm in Hünfeld eingezogen. Seitdem ist viel passiert. Ich war auf einer echten Dorfkirmes, hatte Besuch von Bundespolizisten, bin mit dem Ex-Bürgermeister zum Ex-Grenzposten Point Alpha gefahren, habe mich unter Klosterbrüder, Mundartgruppen und Flüchtlinge gemischt, im Zuse-Museum den alten Z23 Rechner von Konrad Zuse mit Gedichten gefüttert, meine Gedichte in Rhöner Mundart übersetzen lassen, Soundpoetry auf Blasmusik treffen lassen. Fazit: das Spannende liegt manchmal gerade vor der Haustür. Der Schritt von der Metropole in die Kleinstadt nebenan, ist schon ein Schritt in ein erstaunliches Paralleluniversum.

Hünfeld International – Offene Bühne im Flüchtlingswohnheim Hünfeld

9. Dezember 2018
17:00bis20:00

Am 10.12.2018 moderiere ich meine erste interkulturelle offene Bühne im Flüchtlingswohnheim Hünfeld mit Musik, Tanz und Lyrik aus Pakistan, Afghanistan, Syrien, Eritrea, Ägypten, Palästina…gemeinsam mit der super-engagierten Latifah Hamchou, die aus Syrien stammt, nach Venezuela auswanderte, aufgrund der politischen Situation und der Gewalt alles aufgab und nach Deutschland flüchtete. Ich hoffe, die Locals trauen sich, zu kommen. Immerhin wird die Stadträtin Martina Sauerbier eröffnen und der HR hat sich auch angmeldet.

Hier ein Artikel der Fuldaer Zeitung:

„Heimatklänge“ in Flüchtlingsunterkunft – Offene Bühne mit Hülstrunk