Ursonate Dadabitte
Eine klangpoetische Hommage an Kurt Schwitters und die frühen Lautpoeten
Die zwischen 1922–1932 entstandene „Ursonate“ des vielseitigen Hannoveraner Künstlers und Autors gilt heute als Meisterwerk der klassischen Lautpoesie. Das 30-minütige Langgedicht kommt ganz ohne Worte aus. Buchstaben und Buchstabengruppen werden gegeneinander gewertet, wie Schwitters es ausdrückte. Dabei entsteht keine Geräuschkakophonie, sondern ein klar strukturiertes, rhythmisch rasantes Sprech-Werk in der strengen Form der Sonate. Das Werk provoziert bis heute durch die Mischung aus klassischer Form und radikaler Bedeutungsverweigerung.
Der Frankfurter Autor und Lautpoet Dirk Hülstrunk präsentiert die gesamte Ur-Sonate in seiner Urform als Sprechstück für Solostimme. Darüber hinaus remixt er weitere klassische DADA-Texte mithilfe von Loopmaschinen und Samples zu aktuellen Versionen. Dirk Hülstrunk nimmt DADA ernst. Seine Interpretationen sind improvisierend, spielerisch und zeitgenössisch.