Gedicht des Tages bei HR2

Heute gab es mal wieder ein Gedicht des Tages von mir auf HR2. Für alle, die es verpasst haben. Aus meinem aktuellen Bändchen „Zucken sie doch nicht so – Verstreute Gedichte“, Gonzo Verlag 2018.

gedicht gegen die wirklichkeit

dieses gedicht ist gegen die
wirkungslosigkeit
aber dieses gedicht ist auch
gegen die wirkung
denn alle wirkung hat
nebenwirkungen
die nebenwirkungen sind noch nicht
wirkungsvoll untersucht
alle untersuchungen sind
von der pharmaindustrie
manipuliert
das gedicht ist gegen die
pharmaindustrie
das gedicht ist aber auch gegen die kopfschmerzen
die kopfschmerzen sind in wirklichkeit
ein zeichen der verzweiflung
über die wirkungslosigkeit
des gedichtes
deswegen ist das gedicht
gegen die wirklichkeit

 

Zucken Sie doch nicht so – Spoken Word Music

Mi. 31.7., 20 Uhr, Beduinenzelt
Sommerwerft Theater Festival
Weseler Werft, Frankfurt

Premiere: Zucken Sie doch nicht so – Spoken Word Music
Dirk Hülstrunk – vocals & live loops, Harri Gottschalk – e-gitarre, Stefan Schulz-Anker – e-drum-pad & percussion

„Zucken Sie doch nicht so“ ist ein ungewöhnliches poetisch-musikalisches Projekt. Minimalistische Spoken Word Texte und Sound Poetry treffen auf elektronische Beats und verzerrte Gitarre irgendwo zwischen TripHop, Jazz und Stoner-Rock.
Zum ersten Mal in dieser Formation. Mit Harri Gottschalk und Stefan Schulz Anker habe ich bereits im Projekt „Fünf Herren“ an der Inszenierung von Anna Seghers „Das siebte Kreuz“ zusammen gearbeitet

Lesung Gutenberg Gymnasium, Wiesbaden

Diesen Artikel über eine Lesung an der IGS Stierstadt habe ich grade wieder gefunden….gibt ganz gut wieder, wie meine Schullesungen aussehen können. Nächste Schullesung – 10.5.19 Gutenberg Schule, Wiesbaden.

Macht(,) Gedichte!

 Eine Poetry Lesung des Künstlers Dirk Huelstrunk für den Jahrgang 9 im Forum der IGS Stierstadt – Text: Annette Hanses

„Ein Gedicht – das nehme ich in keinem Fall in der Abschlussprüfung!!!“ Dieses Todesurteil kommt den Schülern schnell über die Lippen. – Viele Prüflinge wählen lieber einen Sachtext, der sträubt sich nicht so, stellt nicht so hohe Ansprüche an den Leser – so meint man.

Manch einem Schüler ist durch das interpretierende Zerstückeln der Gedichte der Zugang zur Poesie verleidet. Man kommt sich dumm vor, gegenüber einem Gedicht, dass seinen Sinn nicht preisgeben will.

Aber eine andere Art des Zugangs zu Gedichten, gibt es die? Könnte die vielleicht weiterhelfen?

Im Rahmen der Reihe Leseförderung an der IGS, die von Frau Eckhardt und Frau Hesse initiert und verwirklicht wird, luden wir einen Poeten ein.

Am 22. Mai 2017 lauschten die Schüler des Jahrgangs 9 im Forum der IGS dem Soundpoet, Autor, Audiokünstler, Kulturaktivist, Veranstalter und freien Dozent Dirk Huelstrunk.

Dass ein Gedicht – selbst hergestellt – nicht einmal der Worte bedarf, dass konnten die Schüler gleich zu Beginn erfahren. Mit Händen, Mund und Ohren kann es gelingen den eigenen Körper in eine Klangschale zu verwandeln, die merkwürdige, private und vergnügliche Sounds hörbar macht.

Und auch das kann schon ein Gedicht sein.Eine ungeahnte Palette verschiedenster vorgetragener Gedichte machte deutlich, dass unser herkömmliches Verständnis der Poesie noch einmal überdacht werden muss. Mit seinen „Gedichten gegen die Wirklichkeit“ wurden lustige, geistreiche, kritische, empörende, freche, empörende Facetten der Poesie wirklich.

Huelstrunks künstlerische Vortrag der Gedichte beeindruckte durch die Intonation, Klang und Wortgewalt, mit der er den Gedicht den eigenen notwendigen Sound verlieh.

Die Resonanz der Schüler: abgefahren, lustig, übertrieben, fremd, ungewöhnlich ….

Im zweiten Teil der Lesung gab es dann zusätzlich eine Einführung in Poetry Slam und die Merkmale und Regeln, der dort frei vorgetragenen poetischen Texte. Slammer wurden vorgestellt und von den IGS Schülern platzierend bewertet.

Die Faszination der Worte und der Sprache zeigte sich nicht jedem. Nicht jeder mag und macht Gedichte, doch wer sich traut, dem stehen neue Möglichkeiten offen.

Der Titel „Macht (,) Gedichte“ ist dem Deutschbuch des Jahrgangs 10 entnommen. Krull u.a. (Hrsg), Berlin 2013. S. 5.

Lyrik & Musik in der Milchsackfabrik, 16.5.2019

Do. 16.5.2019, 20:30

Lyrik & Musik
mit Dirk Hülstrunk, Safiye Can & Herr Wild
Milchsackfabrik Frankfurt
https://www.facebook.com/events/312407512768671/
Ak 6 € / 3 € ermäßigt

Safiye Can bewegt sich als Lyrikerin zwischen gesellschaftskritischer und spielerisch-konkreter Poesie. Dirk Hülstrunk erforscht als minimalistischer Sound und Spoken Word Poet die Räume zwischen Wort und Klang, zwischen Konkret und Absurd. Herr Wild wechselt mühelos zwischen Jazz und Elektronik, zwischen Samples und Live-Musik. Alle drei eint die Lust am spielerischen Ausprobieren, am Testen und Überschreiten von Grenzen.

Herr Wild / Sascha Wild ist Schlagzeuger, Sampling-Artist und Sound-Choreograph. Seit mehr als zehn Jahren arbeitet er ausschließlich mit selbst aufgenommenen O-Tönen. Mit den Mitteln der digitalen Klangmanipulation stellt er anlassspezifisch Instrumente und Musikfragmente her. Diese Technik nutzt er immer wieder, um ungewöhnliche Klangbegegnungen mit Objekten, Personen und Momenten herzustellen. www.herrwild.com/

 

 

„A pile of frames“ featured in NOKTURNO Magazin, Finnland

Mein Sound Poetry/Tanz Projekt „a pile of frames“ mit der finnischen Tänzerin/Choreografin Milla Koistinen wird in der aktuellen Sonderausgabe des Finnischen Online Magazins NOKTURNO zum Thema Tanz und Poesie gefeatured, inklusive eines Interviews und neuer, bisher unveröffentlichter Videos aus unserer Performance in Helsinki

Here´s a link to the interview: https://nokturno.fi/poem/structure-or-chaos-a-little-bit-of-everything

and here to A Pile of Frames Videos: https://nokturno.fi/poem/a-pile-of-frames

Editorial for the issue is here: https://nokturno.fi/en/news/movements-and-words-special-issue-on-dance-poetry

Rückblick – Gespräch/Performance mit Zurab Rtveliashvili, Buchmesse, Ffm 2018

eine der großen Überraschungen für mich, war der georgische Buchmessenauftritt 2018 und die Entdeckung der georgischen Avantgarde- und Dadaszene. Zurab Rtveliashvili ist einer der wenigen Künstler/Performer und politischen Aktivisten, die die Tradition der Avantgarde in die Gegenwart tragen. Aufgrund seiner provokativen Performances wurde ihm in Schweden Asyl gewährt.